Was steckt hinter der sozialen Mission bei purefood?

Was steckt hinter der sozialen Mission bei purefood?

Wir haben purefood gegründet, um mit unserem Konsum in Europa einen möglichst großen Beitrag zur Lösung der Probleme unserer Zeit zu leisten. Eine Sache vorab: Der beste Konsum für unsere Welt ist in den meisten Fällen kein Konsum. Und sozialer Konsum wird nicht alle Probleme, die wir als Menschheit haben, auch nur annähernd lösen.


Aber sozialer Konsum kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten. Je mehr wir als westliche Konsumenten faire Lieferketten, nachhaltige Verpackungen und vor allem biologisch angebaute Lebensmittel verlangen, desto stärker müssen sich alle Lieferketten danach ausrichten. Alleine der Effekt von steigender Nachfrage nach Bio-Lebensmittel auf die Landwirtschaft kann einen riesigen Unterschied in der Qualität unserer Böden und unseres Grundwassers weltweit machen.


Die Idee für purefood festigte sich, als ich, Felix, 2013 nach einer Reise nach Südamerika in einem deutschen Supermarkt stand und von dem absoluten Überfluss und der Masse an in Plastik verpackten, überzuckerten Lebensmittel so stark genervt war, dass ich wusste, dass wir etwas daran ändern müssen.


Es wäre sehr einfach gewesen, laut „Fuck the system“ zu schreien. Purefood ist unser Versuch, das System umzukrempeln. Wir als purefood sind noch lange nicht perfekt und arbeiten sehr hart daran, jeden Tag Dinge besser zu machen. Das wichtigste Fundament dafür ist, dass wir uns selber sehr ehrlich angucken, wo wir noch besser werden müssen.

Trotzdem sehen wir jeden Tag im Alltag, wie wir step by step einen Unterschied machen. Als wir purefood 2014 gegründet haben, gab es kein einziges soziales Lebensmittelunternehmen. Jetzt gibt es neben uns SHARE, nucompany und viele weitere.

Deswegen ist unsere soziale Mission der Grund, warum es purefood gibt. Ich hätte keine Firma gründen wollen, und unser Team würde in keiner Firma arbeiten wollen, die es aus einem anderen Grund gibt. 

Unsere Werte für purefood sind sehr klar: social.organic.pure. Jede unserer Marken und jedes unserer Produkte muss diese Werte erfüllen. 

SOCIAL

Da der Antrieb hinter purefood ist, einen möglichst großen Unterschied zu machen, ist es für uns selbstverständlich, dass jedes Produkt einen Beitrag für eine bessere Welt leisten muss. Unsere Kriterien, welche Projekte wir unterstützen basieren dabei auf dem Ansatz von Effective Altruism. Für uns ist es essentiell wichtig, strukturelle Veränderungen zu unterstützen. Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist das soziale Projekt von lycka in Malawi, das wir gemeinsam mit Stefanie Giesinger unterstützen. Hier supporten wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe zehn Schulen im Dedza Distrikt dabei, eine nachhaltige Infrastruktur für 100 % lokal angebaute Schulmahlzeiten aufzubauen. Alle Maßnahmen sind nach Workshops mit Lehrern, Eltern und lokalen Beamten und traditionalen Chiefs gemeinsam erarbeitet und unterstützen die Community vor Ort dabei, ihre eigenen Ziele zu erreichen. Das Projekt ist so ausgerichtet, dass sich die Schulen nach dem Projektzeitraum von fünf Jahren sich selber versorgen können. Beispiele von Maßnahmen sind die Unterstützung von lokalen Community Health Clubs, der Einkauf von Saatgut oder die Ausbildungen von Maurern.

Das Projekt in Malawi haben wir angefangen zu unterstützen, nachdem wir die Effektivität unseres Schulmahlzeitenprojekts in Burundi über die letzten Jahre messen konnten. Sir David Attenborough, ein führender Klimaaktivist, sagt, dass eine der effektivsten Maßnahmen gegen die Klimakrise die Bildung von Mädchen ist. Wir haben in Burundi durch das Schulmahlzeitenprogram gesehen, dass die Einschulungsrate von Mädchen von 50 % auf über 97 % gestiegen ist. Und dass die Anwesenheitsquoten auf über 98 % gestiegen sind.

Mit steigenden Schuljahren für Mädchen sinken Geburtenraten und sinkt die Nahrungsmittelunsicherheit. Während es sehr viele sinnvolle effektive Maßnahmen gibt und braucht, ist die Bildung von Mädchen nachgewiesenermaßen eine der effektivsten Maßnahmen.

Mit genau dieser Logik betrachten wir jedes unserer Projekte. Was sind kurzfristig wichtige Maßnahmen (z.B. Zugang zu sauberem Trinkwasser, Schulgebäude, Schulküche etc.)? Was sind die strukturellen langfristigen Themen, die passieren müssen, damit die Wirksamkeit der kurzfristigen Maßnahmen nicht verpufft?

Während wir als purefood noch ganz am Anfang stehen, haben wir seit unserer Gründung mehr als 400.000 € für unsere sozialen Projekte erwirtschaftet. Effektiv sind dies über 3,5 % unseres Umsatzes. In unserer Produktkalkulation berechnen wir automatisch einen fixen Betrag für unsere sozialen Projekte, so dass wir, egal ob wir als Firma profitabel sind oder nicht, immer unsere Projekte unterstützen. Dies ist ebenfalls in unserer Satzung festgeschrieben und kann nicht geändert werden. Das wichtigste hier ist: Wir werden immer 100 % ehrlich und transparent sein, über das, was wir hier lernen und wie wir unseren Impact vergrößern.

ORGANIC

Für uns ist es einfach die richtige Art und Weise, Lebensmittel zu machen. Die Qualität unserer Böden mag nicht sonderlich spannend sein, ist aber ein essentiell wichtig für den Klimaschutz. Deswegen gibt es hier für uns keine Kompromisse. 

PURE

pure bedeutet für uns, dass wir keinen Scheiß in unsere Produkte packen. Es ist oft einfacher mit Zusatzstoffen zu arbeiten, um einen möglichst guten Geschmack und eine möglichst gute Konsistenz zu erreichen. Wir machen hier keine Kompromisse. Gemeinsam mit der Tatsache, dass alle unsere Produkte bio sind, machen wir es damit unserem Produktentwicklungsteam sehr schwer. Für uns ist aber genau das einer der Gründe, warum purefood nötig ist. Damit wir zeigen, dass man auch ohne Kompromisse bei solchen Werten die besten, leckersten Produkte entwickeln kann.

Mit purefood haben wir mittlerweile drei Marken: lycka, STARK und TEATOX. Jede unserer Marken hat eine eigene soziale Mission, aber alle unsere Marken und Produkte basieren auf der gleichen simplen Idee. Unseren Konsum von etwas Negativem für unseren Planeten und die Menschen auf diesem, zu etwas Positivem zu machen.

Bis heute haben wir das über 5 Millionen Mal getan. Und wir fangen gerade erst an.

 Übrigens: Hier kannst du noch mehr zur sozialen Mission bei lycka erfahren und wir haben natürlich auch ein paar Hintergründe zur Fußballschule des Friedens gesammelt – das soziale Sportprojekt, das wir mit STARK in der Zentralafrikanischen Republik unterstützen. Und last but not least: Wir freuen uns auch sehr, mehr über unser Verständnis vom Grundrecht auf Wasser, das wir mit TEATOX unterstützen, erzählen zu können. Viel Freude beim Entdecken!